Skip to main navigation Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Tierethik

Die Tierethik ist für moderne Ethiken (Utilitarismus, Deontologie) ein großes Problem. Mehr oder weniger schnell ist man sich darüber einig, ob man Tiere quälen darf. Doch wie soll man das begründen. Dies wird aufgrund der philosophischen Konstruktion der meisten Tierethiken schon allein deshalb ein Problem, weil man unter Tierethik nicht nur die Ethik einer auf Tierindividuen bezogenen Moral verstehen darf. Auch Tierarten, Artenvielfalt und Ökosysteme sind wichtige Probleme einer Tierethik. Hier versagen die meisten Tierethiken. In meinen hier bereit gestellten Texten versuche ich kontinuierlich eine Tierethik zu entwickeln, die tiermoralischen Problemen so gerecht werden kann, dass man sie als Aspekte einer umfassenderen Ethik für die ganze Welt deuten kann. Alles in der Welt kann direkt moralisch relevant sein und diese Tatsache kann man philosophisch rekonstruieren und verstehen.

Materialien zur Tierethik und Tiermoral

Die hier vorliegende Einführung widmet sich der Angewanten Ethik sowohl theoretisch als auch praktisch. Die Figur der ‚Anwendung‘ von Ethik ist theoretisch sehr interessant, da die Ethik zur ‚Praktischen Philosophie‘ gehört. Soll die Angewandte Ethik etwa praktische Praktische Philosophie sein? Ebenso lehrreich sind Überlegungen zur Frage: Wer ist eigentlich ethischer Experte? Der Philosoph? Der Arzt? Sodann vermittelt die Abfolge der Kapitel (Medizinethik, Tierethik, Umweltethik) eine Vorstellung für die Probleme der philosophischen Ethik selbst. Denn die moderne Ethik ist personzentriert: Sie beschäftigt sich mit der Moral für Individuen und Handlungen. Bei Tieren hat man es oft nicht mit Personen zu tun und Tierarten sind keine Individuen im Sinne von Organismen. Ganz zu schweigen von der Umwelt: Ökosysteme können von keiner modernen Ethik sinnvoll als Gegenstände von eigener moralischer Relevanz reflektiert werden. Neben der Theorie der Angewandten Ethik liefert das Buch auch Einsicht in Themenfelder von besonderer Signifikanz für die Diskussionsfelder der Angewandten Ethik (Arztethos, Gesundheit, Embryonen, Organtransplantation, Euthanasie, Xenotransplantation, Speziesismus).

Der Text enthält systematische Überlegungen zum moralischen Status von Tieren, Lebewesen und der Natur insgesamt. Er hat die Form eines Handbuchartikels. Ausgehend von der Frage, was ein moralischer Status ist, wird gezeigt, wie man unterschiedliche Positionen in diesen Fragen konzipieren und begründen kann. Generell ist es ein Problem in der Philosophie, dass durch eine unreflektierte (und daher nicht alternativlose) Verengung des Bereichs des moralisch Relevanten z. B. Tierethiken vertreten werden, die keine vernünftige Position in der Umweltethik mehr erlauben. Dieser Artikel gibt hier in Form einer Landkarte theoretische Orientierung.
 

[Hier finden Sie den Text als PDF.]

Wir alle stimmen darüber überein, dass Tierquälerei und Tötung von Tieren ein moralisches Problem sein kann. In der Ethik ist es äußerst problematisch diesen Intuitionen gerecht zu werden, weil moderne Ethik für den Menschen gemacht sind. Die Ausweitung des moralisch Relevanten hat gravierende Folgen. Die Folien gehen diesen Folgen nach. Es ist in der Tierethik üblich, seine persönliche Moral philosophisch als Ethik zu überhöhen, um anderen Vorschriften zu machen. Ausgehend von einer Ethik Kants, die Tieren (kontraintuitiv) keinen moralischen Wert zuerkennt, sollen die Wege der modernen Tierethik verfolgt werden. Die Ansätze von Ursula Wolf und Tom Regan dienen den metaethischen Überlegungen als Anregung. Letztlich soll jedoch gezeigt werden, dass diese Tierethiken unzureichend sind, weil sie systematisch nicht funktionieren. Eine kantische Tiermoral kann so rehabilitiert werden, gerade dadurch, dass man seine Ethik ablehnt. Denn in der Tat glaubt Immanuel Kant als Philosoph, dass Tiere keien moralischen Status haben, weil sie keine Pflichteinsicht haben. Diese haben nur Personen (wie beispielsweise Menschen) und deshalb haben nur Personen Pflichten gegenüber Personen. Das gehört zu seiner Ethik, seine Moral als Mensch wird dadurch nicht diskreditiert. Mit der modernen Tierethik sollen also im Vortrag direkte Pflichten gegenüber Tieren begründet werden, aber gegen die moderne Tierethik soll gezeigt werden, dass diese Pflichten nicht egalitaristisch gedeutet werden können.
 

[Die Folien des Vortrages liegen als PDF vor.]

Ziel ist es, in einer umfangreichen Untersuchung dem Speziesismusvorwurf tierethischer Egalitaristen nachzugehen. Tierethische Egalitaristen behaupten, dass wir Tiere als gleichwertig im Sinne der Égalité-Forderung unseres Menschenrechtsverständnisses behandeln sollten. Sie müssen also argumentativ belegen, dass das Mensch-Tier-Verhältnis in vielen Aspekten speziesistisch ist. Es geht demnach im Sinne der Égalité um eine analogisierende Konzeption der Tiermoral zu Sexismus- und Raissismusvorwürfen. Diese Analogie ist zum ersten Mal von Peter Singer in wenigen Zeilen postuliert worden. Bisher gibt es nur wenig Analysen der Funktionsweise des Speziesismusvorwurfs.
 

[dieser Text steht hier noch nicht zur Verfügung.]

Die Simpsons sind eine intellektuell und philosophisch anspruchsvolle Fernsehserie, deren Staffeln immer wieder Folgen mit höchster konzeptioneller Präzision präsentieren. Das ist in tierethischen Fragen der Fall. Anhand einer Folge (Lisa als Vegetarierin, 5.7) soll in diesem Projekt eine simpsonische Tierethik entwickelt werden. In dieser Untersuchung folgt die Darstellung einerseits den philosophiegeschichtlichen Anspielungen in  der Dramaturgie andererseits wird gezeigt, wie verantwortungsvoll eine egalitaristische Tierethik sein könnte, wenn sie bereit wäre, ihren ideologischen Charakter (vgl. Peter Singer oder Tom Regan) aufzugeben. Lisa lässt uns hoffen!
 

[Dieser Text steht hier noch nicht zur Verfügung.]