<TOPOLOGIE />
<TOPOLOGIE /> ist das Ortungsmodul der PTL-Systematik. Es fragt nicht zuerst, was ein Text behauptet, sondern wo er steht: in welchem Raum möglicher Alternativen seine Position liegt, welche Faktenbereiche er zusammenführt und welche konkrete Konstellation er eröffnet. Die vorliegende Version verbindet dafür zwei Bewegungen. Die erste ist die klassische logische Topologie im Anschluss an C. D. Broad – Synopsis (das Zusammenschauen normalerweise getrennter Regions of Fact) und Typologie (das Aufspannen des logischen Raums, in dem die Textposition genau einen Ort einnimmt). Die zweite ist neu: die Arbeit im Gelände, eine entitätsneutrale Kartierung, die Entitäten, Rollen, Relationen, Geländemarken, Overlays, Wissenszugänge, Wertgesichtspunkte und Normansprüche sichtbar macht, bevor eine Theorie über sie verhängt wird.
➔ Theorien, Begriffe und Perspektiven sind Karten, nicht das Gelände selbst.
➔ Die Autorität des Verfahrens liegt in Klärung und Korrigierbarkeit, nicht in Letztbegründung.
Der entscheidende Unterschied zur Vorgängerversion: <TOPOLOGIE /> endet nicht in Dauer-Suspension. Nach dem Inventar der Entitäten, dem Relief-Tagging der Ebenen, der Overlay-Bilanz und der Kontrolle der Übergänge (Wissen → Beschreibung → Wertung → Sollen) werden die relevanten Gesichtspunkte als Vektoren – mit Richtung, Stärke, Reichweite und Defeatern – zu einer komponierten Passung geordnet. Das Ergebnis ist eine determinate, aber revidierbare Positionierung. Diszipliniert wird sie durch zwei Sperren: die Negativkontrolle (Rolle ist nicht Ontologie, Relevanz nicht Ausschlaggeblichkeit, Karte nicht Gelände) und die Projektionskontrolle, in der das Verfahren die eigene Optik sichtbar hält, statt sie als Neutralität auszugeben.
Benutzung mit der KI
Kurz gesagt: Man reicht der KI das Template zusammen mit dem zu analysierenden Text und lässt sie den Arbeitsgang in der vorgegebenen Reihenfolge durchlaufen. Fünf Hinweise:
- Reihenfolge der Module beachten. Die requires-Abhängigkeiten zuerst – erst <BEGRIFFSANALYSE /> und <ARGUMENTATIONSANALYSE />, dann die topologische Arbeit. Ohne geklärte Begriffe und sichtbare Argumentstruktur kippt das Gelände.
- Regeln der Reihe nach. Die elf <REGEL>-Schritte sind ein Arbeitsgang, keine Themenliste: erst Entitäten, dann Ebenen, Geländemarken, Overlays, Adressierung – und erst am Ende Vektoren und Positionierung. Jede Regel abschließen, bevor die nächste beginnt.
- Alles textbelegt. <PRUEFETEXTBEZUG /> verlangt, dass jede Entität, jeder Übergang und jeder Vektor an einer Textstelle hängt. Was ohne Beleg bleibt, gehört in die Limitationen, nicht ins Urteil.
- Über die Kommentare steuern. Die selbstschließenden Metaprüfungen (<PRUEFEKARTEGELÄNDE />, <PRUEFEROLLEONTOLOGIE /> …) wirken still im Hintergrund. Wer eine Prüfung schärfen, abschwächen oder ausschalten will, verändert den Kommentartext dazu oder entfernt das Tag – so justiert man die Wirkung, ohne die Struktur zu zerbrechen.
- Am Positionierungssatz enden. Das <STANDARDOUTPUT>-Schema gibt die Zielform vor. Fehlt am Ende ein Satz der Form „Unter der Beschreibung D … ist die Position P als komponierte Passung verantwortbar; sie wäre zu revidieren, wenn …", hat die Analyse ihr eigenes Ziel verfehlt.
➔ Das Template ist kein starres Regelwerk. Jede Regel, jedes Kriterium und jeder Kommentar lässt sich verändern – die Kompetenz liegt im Prompt, nicht im Tag.
<TOPOLOGIE> ... </TOPOLOGIE>
<!-- ============================================================
PTL-Template: PhilosophicalTurn.Topologie
Profil: Logische Topologie und Arbeit im Gelände
Rolle: Kartiert das logische, systematische, diskursive und
praktische Feld eines Textes. Verbindet Broads Synopsis/Typologie
(Verortung im logischen Raum) mit einer entitätsneutralen Arbeit
im Gelände: Entitäten, Rollen, Relationen, Geländemarken, Overlays,
Wissenszugänge, Wertgesichtspunkte, Normansprüche, Rechtfertigungs-
lasten, Defeater und moralische Vektoren werden sichtbar gemacht.
Ziel ist eine verantwortete Positionierung als komponierte Passung.
============================================================ -->
<PTL>
<ARBEITSDEFINITION>
Topologische Analyse ist die kontrollierte Praxis, einen Text, ein
Argument oder ein praktisches Problem so im Gelände zu verorten, dass
sein logischer Raum, seine Entitäten, seine Ebenen, seine Begriffe,
seine Übergänge, seine normativen Vektoren und seine blinden Flecken
sichtbar werden. Theorien, Begriffe und Perspektiven werden als Karten
oder Overlays behandelt, nicht als das Gelände selbst. Die Autorität
des Verfahrens liegt nicht in Letztbegründung, sondern in Klärung,
Übergangskontrolle, Korrigierbarkeit und Selbstanwendung.
</ARBEITSDEFINITION>
<ZIELE>
<ZIEL>Typologische Verortung: Bestimmung des Standorts der Textposition
im logischen Raum möglicher Theorie-Alternativen (Broads Matrix-Methode) –
welche Alternativen ausgeschlossen, welche bejaht, welche Kombinationen
ungedacht bleiben.</ZIEL>
<ZIEL>Synoptische Integration: Zusammenführung normalerweise getrennter
Regions of Fact (Naturwissenschaft, Erfahrung, Institution, Norm, Wert,
Recht, Technik, Lebensform) zu einem kohärenten Strukturbild.</ZIEL>
<ZIEL>Geländeeröffnung: Kartierung der konkreten Konstellation aus
Entitäten, Rollen, Relationen, Begriffen, Wissensformen, Werten, Normen,
Machtverhältnissen, Institutionen und möglichen Folgen.</ZIEL>
<ZIEL>Übergangskontrolle: Rekonstruktion und Prüfung der Brücken von Wissen
zu Beschreibung, von Beschreibung zu Wertung, von Wertung zu Sollen und
von Sollen zu Positionierung – jeder Übergang mit benennbarem
Brückenprinzip.</ZIEL>
<ZIEL>Vektorielle Komposition: Ordnung relevanter moralischer Gesichtspunkte
als Vektoren (Richtung, Stärke, Reichweite, Brückenprinzip, Defeater) zu
einer determinaten, korrigierbaren Passung – keine Addition, keine
Dauer-Suspension.</ZIEL>
<ZIEL>Projektionskontrolle: Selbstanwendung des Verfahrens – Prüfung, ob die
eigene Karte, Methode, Anthropologie, Ontologie oder Werttheorie zur
verdeckten Letztinstanz wird.</ZIEL>
</ZIELE>
<THEMA>Logische Topologie und Arbeit im Gelände: typologische Verortung im
Raum der Theorie-Alternativen und entitätsneutrale Kartierung einer
konkreten praktischen Konstellation bis zur komponierten Passung.</THEMA>
<PERSPEKTIVEN>
<PERSPEKTIVE>Semantisch</PERSPEKTIVE>
<PERSPEKTIVE>Ontologisch</PERSPEKTIVE>
<PERSPEKTIVE>Epistemisch-geltungstheoretisch</PERSPEKTIVE>
<PERSPEKTIVE>Praktisch-deontisch</PERSPEKTIVE>
<PERSPEKTIVE>Inklusionstheoretisch</PERSPEKTIVE>
<PERSPEKTIVE>Topologisch-synoptisch (fünf-Ebenen-Relief)</PERSPEKTIVE>
</PERSPEKTIVEN>
<METHODEN>
<METHODE>Synoptische Integration: Abgleich isolierter konzeptioneller
Systeme, Diskurse oder Faktenbereiche auf Kohärenz, Spannung und
Widerspruchsfreiheit.</METHODE>
<METHODE>Typologische Matrix-Bildung: Aufspannen logisch möglicher
Kombinationen von Prämissen, Kategorien oder Positionen zur Lokalisierung
des exakten Standorts der Textposition.</METHODE>
<METHODE>Entitäteninventar und Rollenklärung: Erfassung aller Entitäten und
ihrer Rollen (Akteur, Betroffene, Wertträger, Medium, Bedingung, Risiko,
Ressource, Institution, Prozess, zukünftige Entität, Repräsentations-
objekt).</METHODE>
<METHODE>Relief-Tagging: Verortung der Analyse auf semantischer,
ontologischer, epistemisch-geltungstheoretischer, praktisch-deontischer
und inklusionstheoretischer Ebene.</METHODE>
<METHODE>Geländemarkenanalyse: Prüfung zentraler Begriffe als
Orientierungsmarken auf Sichtbarkeitsgewinn, Verdeckung, Kippbedingung,
Äquivokation, Pickwickian Sense und normative Aufladung.</METHODE>
<METHODE>Overlay-Arbeit: Lesart von Theorien, Disziplinen, Institutionen,
Modellen und Perspektiven als partielle Kartierungen – nicht als Lager
oder Entscheidungsmaschinen.</METHODE>
<METHODE>Adressierungs- und De-Adressierungsdiagnostik: Analyse, wie
Entitäten im Raum der Gründe vorkommen können, wer vertreten wird, wer
verschwindet und wo Sichtbarkeit selbst funktionalisierend wird.</METHODE>
<METHODE>Epistemische Übersetzungskette: Prüfung, wie Zeichen, Daten,
Modelle, Erfahrungen, Spuren oder Wirkungen in begründete Zuschreibungen
überführt werden.</METHODE>
<METHODE>Übergangs- und Inferenzkontrolle: Kontrolle der Schlüsse zwischen
Wissen, Beschreibung, Wertung, Sollen und Positionierung; Deduktion,
Induktion und Kohärenz als unterschiedliche Bewegungsformen.</METHODE>
<METHODE>Ebenentrennung von Wertträger, Geltung und Sollen: Unterscheidung,
wo ein Wert liegt, wer ihn erkennt/verarbeitet und wann daraus ein
Zustands-Sollen oder Handlungs-Sollen entsteht.</METHODE>
<METHODE>Relevanz-Ausschlaggeblichkeits-Prüfung: Unterscheidung zwischen dem,
was zählt, und dem, was in der konkreten Konstellation entscheidet.</METHODE>
<METHODE>Vektorlogik und komponierte Passung: Ordnung moralischer
Gesichtspunkte als Vektoren mit Richtung, Stärke, Reichweite,
Brückenprinzipien und Defeatern – Ziel ist Passung, nicht Addition.</METHODE>
<METHODE>Determinate Positionierung mit Revisionsbedingungen: Formulierung
einer verantworteten Position samt tragender Beschreibung, ausschlag-
gebenden Vektoren, unterliegenden Gesichtspunkten, Alternativen und
Korrigierbarkeitsbedingungen.</METHODE>
<METHODE>Projektionskontrolle und Selbstanwendung: Prüfung der eigenen
methodischen Optik – was macht sie sichtbar, was verdeckt sie, wo droht
Methodenfundamentismus?</METHODE>
</METHODEN>
<KERNFRAGEN>
<KERNFRAGE>In welchem logischen Raum möglicher Theorie-Alternativen verortet
sich die Position des Textes?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche unterschiedlichen Regions of Fact, Erfahrungs- oder
Diskursbereiche werden synoptisch zusammengeführt?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welches Gelände eröffnet der Text – welche Konstellation von
Entitäten, Rollen, Beziehungen, Werten, Normen, Machtverhältnissen,
Institutionen und Folgen wird sichtbar?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Entitäten kommen im Gelände vor, in welchen Rollen – und
wird eine Rolle vorschnell zur Ontologie gemacht?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Auf welchen Relief-Ebenen arbeitet der Text, und werden Ebenen
verwechselt oder Übergänge übersprungen?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Geländemarken strukturieren die Orientierung – was machen
sie sichtbar, was verdecken sie, unter welchen Bedingungen kippen
sie?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Overlays legt der Text über das Gelände, mit welchem
Sichtbarkeitsgewinn, welchen Verdeckungskosten und welcher
Monopolisierungsgefahr?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Wie werden Entitäten adressierbar oder de-adressiert – wer kann
sprechen, wer muss vertreten werden, wer verschwindet?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Übergänge werden im Argument vollzogen, und trägt jeder
Übergang ein benennbares Brückenprinzip?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Gesichtspunkte zählen moralisch, und welche werden
ausschlaggebend – wird das Unterliegen der übrigen begründet?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche moralischen Vektoren werden nicht addiert, sondern zu
einer Passung komponiert?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Positionierung wird als komponierte Passung verantwortet,
und unter welchen Revisionsbedingungen?</KERNFRAGE>
<KERNFRAGE>Welche Projektion benutzt die Topologie selbst – wird die eigene
Karte zur verdeckten Letztinstanz?</KERNFRAGE>
</KERNFRAGEN>
<KATEGORIEN>
<KATEGORIE>Synopsis vs. Isolation: Grad, in dem ein Text fragmentiertes
Wissen zu einer kohärenten Gesamtschau synthetisiert.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Regions of Fact: Erfahrungs-, Fakten- oder Diskursbereiche mit
eigenen Konzepten, Evidenzen und Prinzipien.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Logischer Raum: Feld denkbarer systematischer Alternativen zu
einer Fragestellung.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Gelände: konkrete praktische Konstellation, in der Entitäten,
Rollen, Werte, Normen, Institutionen und Folgen orientierungsrelevant
werden.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Entität: alles, was im Gelände orientierungsrelevant sein kann,
ohne dadurch schon Adressat, Wertträger oder Akteur zu sein.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Fünf-Ebenen-Relief: semantische, ontologische, epistemisch-
geltungstheoretische, praktisch-deontische und inklusionstheoretische
Ebene.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Geländemarke: Begriff oder Unterscheidung, die Orientierung
ermöglicht, aber nicht vorschnell als Prinzip verwendet werden darf.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Overlay: Theorie, Disziplin, Modell, Institution, Sprache oder
Perspektive, die das Gelände partiell sichtbar macht und anderes
verdeckt.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Adressierbarkeit: Weise, in der eine Entität im Raum der Gründe
vorkommen kann – direkt, vertreten, übersetzt, vermittelt, modelliert,
zukünftig.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>De-Adressierung: Unsichtbarmachung oder funktionalisierende
Sichtbarmachung einer Entität, Relation oder Wertdimension.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Übergang und Brückenprinzip: kontrollierter Schritt von Wissen zu
Beschreibung, Wertung, Sollen und Positionierung.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Relevanz vs. Ausschlaggeblichkeit: Gesichtspunkte, die moralisch
zählen, vs. solche, die in einer Konstellation entscheiden.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Moralischer Vektor: Gesichtspunkt mit Richtung, Stärke, Reichweite
und möglichen Defeatern für oder gegen Handlung, Regelung, Praxis oder
Haltung.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Komponierte Passung: verantwortete Ordnung mehrerer Vektoren in
einer konkreten Konstellation – fallbezogen, aber nicht beliebig.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Korrigierbarkeit: Disziplinierung der Positionierung durch
benannte Revisionsbedingungen, nicht durch Endgültigkeit.</KATEGORIE>
<KATEGORIE>Projektionskontrolle: selbstkritische Prüfung der Karte, Methode
oder theoretischen Optik, mit der das Gelände sichtbar gemacht wird.</KATEGORIE>
</KATEGORIEN>
<GELÄNDEMARKEN>
<!-- Modulinterne Leitvokabeln mit Kippbedingung; Orientierungsmarken,
nicht Prinzipien. -->
<BEGRIFF name=„Synopsis“>Zusammenschauendes Betrachten verschiedener
Fakten- und Erfahrungsbereiche.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Topologie“>Relationale Verortung von Argumenten, Begriffen,
Entitäten, Wertgesichtspunkten und Normansprüchen in einem Bedeutungs-
und Geltungsraum.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Arbeit im Gelände“>Kontrollierte Orientierung in einer
Konstellation, ohne Karte und Gelände zu verwechseln.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Entität“>Orientierungsrelevanter Bezugspunkt: Person, Gruppe,
Institution, Organismus, Artefakt, Datenkörper, Prozess, Infrastruktur,
Ökosystem, zukünftiger Zustand oder symbolische Ordnung.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Overlay“>Partielle Kartierung durch Theorie, Disziplin,
Sprache, Institution, Modell oder Messpraxis.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Adressierbarkeit“>Profil, wie eine Entität im Raum der Gründe
vorkommen kann.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„De-Adressierung“>Verlust oder Verzerrung der Entität durch
Übersehen, Funktionalisierung, Verwaltung, Datenförmigkeit oder falsche
Vertretung.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Brückenprinzip“>Expliziter Grundsatz, der einen Übergang von
Wert zu Sollen, von Beschreibung zu Bewertung oder von Relevanz zu Pflicht
trägt.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Moralischer Vektor“>Nicht-additiver normativer Gesichtspunkt
mit Richtung, Stärke, Reichweite und Defeatern.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Relevanz“>Dass ein Gesichtspunkt zählt, ohne schon zu
entscheiden.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Ausschlaggeblichkeit“>Dass ein Gesichtspunkt in der Konstellation
entscheidendes Gewicht erhält.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Komponierte Passung“>Resultierende Ordnung relevanter Vektoren
in der konkreten Konstellation.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Defeater“>Einwand, Bedingung oder Information, die eine
Zuschreibung, einen Übergang oder eine Position kippen kann.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Korrigierbarkeit“>Benannte Revisionsfähigkeit einer
Positionierung.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Pickwickian Sense“>Strukturübertragung eines Begriffs in eine
andere Domäne, deren Bedeutungsverschiebung transparent zu machen ist.</BEGRIFF>
<BEGRIFF name=„Vicious Abstraction“>Verderbliche Abstraktion: ein herausgelöster
Gesichtspunkt regiert die konkrete Fülle, aus der er gewonnen wurde.</BEGRIFF>
</GELÄNDEMARKEN>
<REGELN>
<!-- Geordneter Arbeitsgang im Gelände; jede Regel vollständig bearbeiten,
bevor die nächste beginnt. -->
<REGEL1>Entitäteninventar und Rollenklärung: Erfasse alle
orientierungsrelevanten Entitäten und ihre Rollen. Prüfe für jede Rolle,
ob sie im Text vorschnell zur Ontologie gemacht wird (Rolle ≠ Ontologie).</REGEL1>
<REGEL2>Relief-Tagging: Verorte jede Frage auf semantischer, ontologischer,
epistemisch-geltungstheoretischer, praktisch-deontischer und
inklusionstheoretischer Ebene. Markiere Ebenenverwechslungen und
übersprungene Übergänge.</REGEL2>
<REGEL3>Geländemarkenanalyse: Prüfe zentrale Begriffe als Orientierungsmarken –
was machen sie sichtbar, was verdecken sie, unter welchen Bedingungen
kippen sie? Weise Äquivokationen und Pickwickian Senses nach.</REGEL3>
<REGEL4>Overlay-Arbeit: Lies Theorien, Disziplinen, Modelle und Institutionen
als partielle Karten. Bestimme je Overlay Sichtbarkeitsgewinn,
Verdeckungskosten und Monopolisierungsgefahr.</REGEL4>
<REGEL5>Adressierungs- und De-Adressierungsdiagnostik: Bestimme, wie jede
Entität im Raum der Gründe vorkommt (direkt, vertreten, übersetzt,
modelliert, zukünftig), wer verschwindet und wo Sichtbarkeit
funktionalisierend oder entstellend wird.</REGEL5>
<REGEL6>Synoptische Integration und typologische Verortung: Führe die
beteiligten Regions of Fact zu einem Strukturbild zusammen und bestimme
mit Broads Matrix-Methode den Standort der Textposition im logischen Raum
der Alternativen (ausgeschlossen / bejaht / ungedacht).</REGEL6>
<REGEL7>Übergangs- und Inferenzkontrolle: Rekonstruiere die Schritte von
Wissen zu Beschreibung, von Beschreibung zu Wertung, von Wertung zu Sollen
und von Sollen zu Positionierung. Fordere für jeden Übergang ein
benennbares Brückenprinzip; markiere ungedeckte Übergänge als Defeater-
Kandidaten.</REGEL7>
<REGEL8>Ebenentrennung und Relevanz-Prüfung: Trenne, wo ein Wert liegt, wer
ihn erkennt und wann daraus Zustands- oder Handlungs-Sollen entsteht.
Unterscheide sodann, welche Gesichtspunkte moralisch zählen (Relevanz) und
welche in dieser Konstellation entscheiden (Ausschlaggeblichkeit).</REGEL8>
<REGEL9>Vektorlogik und Komposition: Ordne die relevanten Gesichtspunkte als
Vektoren mit Richtung, Stärke, Reichweite, Brückenprinzip und Defeatern.
Komponiere sie zu einer Passung – keine Addition, keine Verrechnung.</REGEL9>
<REGEL10>Determinate Positionierung: Formuliere die in dieser Konstellation
tragfähige Position samt tragender Beschreibung, ausschlaggebenden
Vektoren, unterliegenden Gesichtspunkten, Alternativen und benannten
Revisionsbedingungen. Vermeide Dauer-Suspension ebenso wie Scheinsicherheit.</REGEL10>
<REGEL11>Projektionskontrolle und Selbstanwendung: Prüfe die eigene Karte,
Methode, Anthropologie, Ontologie und Werttheorie darauf, ob sie zur
verdeckten Letztinstanz wird. Halte die eigene Projektion sichtbar.</REGEL11>
</REGELN>
<ANALYSEKRITERIEN>
<KRITERIUM>Vollständiges Entitäteninventar mit Rollenzuordnung und
geprüfter Trennung von Rolle und Ontologie – mit Textbelegen.</KRITERIUM>
<KRITERIUM>Korrektes Relief-Tagging aller Kernfragen und Nachweis
etwaiger Ebenenverwechslungen oder übersprungener Übergänge.</KRITERIUM>
<KRITERIUM>Overlay-Bilanz je verwendeter Theorie/Disziplin: Sichtbarkeit,
Verdeckung, Monopolisierungsgefahr.</KRITERIUM>
<KRITERIUM>Explizite Brückenprinzipien für jeden normativen Übergang;
ungedeckte Übergänge benannt.</KRITERIUM>
<KRITERIUM>Saubere Trennung von Relevanz und Ausschlaggeblichkeit; begründetes
Unterliegen der nicht-ausschlaggebenden Vektoren.</KRITERIUM>
<KRITERIUM>Determinate Positionierung als komponierte Passung mit benannten
Revisionsbedingungen – korrigierbar, nicht beliebig.</KRITERIUM>
<KRITERIUM>Ausgewiesene Projektionskontrolle: die eigene methodische Optik
wird sichtbar gehalten.</KRITERIUM>
</ANALYSEKRITERIEN>
<INDIKATOREN>
<!-- Oberflächensignale zur Detektion topologischer Arbeit im Zieltext. -->
<SCHLUESSELBEGRIFFE>Systematik, Zusammenhang, Alternative, Klassifikation,
Bereich, Feld, Gelände, Entität, Rolle, Grenze, Übergang, Brücke,
Sichtweise, Overlay, Adressierung, De-Adressierung, Relevanz,
Ausschlaggeblichkeit, Defeater, Vektor, Passung, Positionierung,
Korrigierbarkeit</SCHLUESSELBEGRIFFE>
<TYPISCHEVERBEN>verorten, abgrenzen, zusammenführen, kombinieren, kartieren,
einordnen, gegenüberstellen, adressieren, de-adressieren, sichtbar machen,
verdecken, übersetzen, prüfen, gewichten, komponieren, positionieren,
revidieren</TYPISCHEVERBEN>
<TYPISCHEFRAGEN>„Welche Entitäten kommen in diesem Gelände vor?“ /
„Welche Rolle wird hier mit welcher Ontologie verwechselt?“ /
„Auf welcher Ebene liegt das Problem?“ / „Was zeigt dieses Overlay, und was
verdeckt es?“ / „Welche Geländemarke kippt hier?“ / „Wo wird aus einem Wert
ohne Brücke eine Pflicht?“ / „Was zählt, und was wird ausschlaggebend?“ /
„Welche Vektoren werden komponiert statt addiert?“ / „Welche Position ist in
dieser Konstellation verantwortbar?“ / „Was würde sie kippen?“</TYPISCHEFRAGEN>
<WARNSIGNALE>Karte wird mit Gelände verwechselt / Rolle wird zur Ontologie /
Sichtbarkeit wird mit angemessener Adressierung verwechselt / Relevanz wird
mit Ausschlaggeblichkeit verwechselt / Wert wird unmittelbar zur Pflicht /
Prognose wird als moralischer Beweis behandelt / eine Disziplin spielt
Tribunal / Komposition wird als Addition missverstanden / Korrigierbarkeit
wird als Relativismus missverstanden</WARNSIGNALE>
</INDIKATOREN>
<NEGATIVKONTROLLE>
<!-- Kategoriale Sperren; Verstöße im Analyseurteil explizit markieren. -->
<KONTROLLE>Rolle ist nicht Ontologie.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Sichtbarkeit ist nicht angemessene Adressierung.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Adressierbarkeit ist nicht moralischer Rang.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Relevanz ist nicht Ausschlaggeblichkeit.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Wert ist nicht Pflicht.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Zustands-Sollen ist nicht Handlungs-Sollen.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Prognose ist nicht moralischer Beweis.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Verfahren ist nicht Verantwortung.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Expertise ist nicht Entscheidungsmonopol.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Karte ist nicht Gelände.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Projektion ist nicht Neutralität.</KONTROLLE>
<KONTROLLE>Korrigierbarkeit ist nicht Relativismus.</KONTROLLE>
</NEGATIVKONTROLLE>
<METAPRUEFUNGEN>
<PRUEFEKOHAERENZ /> <!-- innere Stimmigkeit der Positionierung -->
<PRUEFETEXTBEZUG /> <!-- Entitäten, Übergänge, Vektoren textbelegt -->
<PRUEFEANNAHMEN /> <!-- eigene Vorannahmen der Analyse -->
<PRUEFEKARTEGELÄNDE /> <!-- wird eine Karte als Gelände ausgegeben? -->
<PRUEFEROLLEONTOLOGIE /> <!-- wird eine Rolle zur Ontologie erhoben? -->
<PRUEFERELEVANZAUSSCHLAG /> <!-- Relevanz mit Ausschlaggeblichkeit vermengt? -->
<PRUEFEWERTPFLICHT /> <!-- Wert ohne Brücke zur Pflicht gemacht? -->
<PRUEFEPROJEKTION /> <!-- Methodenfundamentismus / verdeckte Letztinstanz -->
<FINDEMETHODENALTERNATIVE />
<FINDEARGUMENTALTERNATIVE />
<FINDEAUTORALTERNATIVE />
<ERLAEUTERERELEVANZ />
</METAPRUEFUNGEN>
<ABHAENGIGKEITEN>
<!-- requires: müssen vor der topologischen Arbeit erledigt sein. -->
<REQUIRES namespace=„PhilosophicalTurn.Begriffsanalyse“ staerke=„mandatory“>
Bevor Begriffe als Geländemarken, Overlays oder Brückenprinzipien dienen
können, müssen ihre Bedeutung, Mehrdeutigkeit und Kippbedingung geklärt
sein.</REQUIRES>
<REQUIRES namespace=„PhilosophicalTurn.Argumentationsanalyse“ staerke=„mandatory“>
Topologische Arbeit rekonstruiert Übergänge, Brücken, Defeater und
Positionierungen; dafür muss die argumentative Struktur sichtbar sein.</REQUIRES>
<!-- recommends: stärken die Analyse deutlich. -->
<RECOMMENDS namespace=„PhilosophicalTurn.OntologischeAnalyse“ staerke=„strong“>
Die Ontologie der Entitäten begrenzt, welche Normformen sinnvoll sind;
Rolle und Ontologie dürfen nicht verwechselt werden.</RECOMMENDS>
<RECOMMENDS namespace=„PhilosophicalTurn.GeltungstheoretischeAnalyse“ staerke=„strong“>
Klärt, wann aus Information ein Grund, aus Wert ein Sollen und aus Relevanz
Ausschlaggeblichkeit wird.</RECOMMENDS>
<RECOMMENDS namespace=„PhilosophicalTurn.NormativeAnalyse“ staerke=„strong“>
Topologie ordnet Vektoren, Rechtfertigungslasten, Brückenprinzipien und
Defeater, ersetzt aber nicht die normative Analyse.</RECOMMENDS>
<RECOMMENDS namespace=„PhilosophicalTurn.Metaethik“ staerke=„moderate“>
Klärt Wert, Geltung, Objektivität, Relativismus, Korrigierbarkeit und
determinate Passung.</RECOMMENDS>
<!-- enhances: Topologie erweitert diese Module. -->
<ENHANCES namespace=„PhilosophicalTurn.Alethologie“ staerke=„moderate“>
Macht Domänenpluralismus und unterschiedliche Wahrheits-/Geltungsformen in
verschiedenen Regions of Fact sichtbar.</ENHANCES>
<ENHANCES namespace=„PhilosophicalTurn.Ethik“ staerke=„strong“>
Ergänzt ethische Analyse um Arbeit im Gelände: Entitäten, Adressierung,
Vektorlogik, komponierte Passung.</ENHANCES>
<ENHANCES namespace=„PhilosophicalTurn.AngewandteEthik“ staerke=„strong“>
Bietet ein vollständiges Arbeitsmodell vom Entitäteninventar bis zur
korrigierbaren Positionierung.</ENHANCES>
<!-- conflicts_with: Konfliktbedingungen benannt. -->
<CONFLICTS_WITH namespace=„PhilosophicalTurn.Deduktivismus“ staerke=„conditional“>
Konflikt, wenn ein Fall nur als Material eines Prinzips behandelt und die
Konstellation topologisch entleert wird.</CONFLICTS_WITH>
<CONFLICTS_WITH namespace=„PhilosophicalTurn.Relativismus“ staerke=„conditional“>
Topologie ist fallbezogen und kontingent, aber nicht beliebig; komponierte
Passung beansprucht determinate Objektivität.</CONFLICTS_WITH>
<CONFLICTS_WITH namespace=„PhilosophicalTurn.Methodenfundamentismus“ staerke=„strong“>
Topologie muss ihre eigene Projektion sichtbar halten und darf die eigene
Karte nicht als Gelände ausgeben.</CONFLICTS_WITH>
</ABHAENGIGKEITEN>
<SPECIFIC_ANALYSIS_TAGS>
<!-- Operative Einbindung der mandatorischen und stark empfohlenen Module. -->
<BEGRIFFSANALYSE ziel=„Klärung von Bedeutung, Mehrdeutigkeit und Kippbedingung
der als Geländemarken/Brückenprinzipien verwendeten Begriffe“
analyseFokus=„semantisch|diskursiv“ methode=„kontextsensitiv“ />
<ARGUMENTATIONSANALYSE ziel=„Sichtbarmachung von Prämissen, Schlüssen,
Übergängen, Brücken und Defeatern des Textarguments“ />
<ONTOLOGISCHEANALYSE ziel=„Bestimmung der Entitäten-Ontologie als Grenze
sinnvoller Normformen; Trennung Rolle/Ontologie“
fokus=„Entität|Relation|Rolle“ />
<GELTUNGSTHEORETISCHEANALYSE ziel=„Klärung, wann aus Information ein Grund,
aus Wert ein Sollen und aus Relevanz Ausschlaggeblichkeit wird“
fokus=„Grund|Übergang|Ausschlaggeblichkeit“ />
<NORMATIVEANALYSE ziel=„Ordnung von Vektoren, Rechtfertigungslasten,
Brückenprinzipien und Defeatern“ fokus=„normativ“ beweisforderung=„true“ />
</SPECIFIC_ANALYSIS_TAGS>
<STANDARDOUTPUT format=„Positionierungssatz“>
Unter der Beschreibung D erscheint die Konstellation K als ein Gelände, in
dem die Entitäten E1…En in den Rollen R1…Rn vorkommen. Die Geländemarken
G1…Gn machen die relevanten Übergänge sichtbar, bleiben aber an den Stellen
S1…Sn belastet. Die Overlays O1…On zeigen X, verdecken aber Y. Die
Gesichtspunkte V1…Vn zählen moralisch; ausschlaggebend werden Va…Vc, weil die
Brückenprinzipien B1…Bn tragen und die Defeater F1…Fn nicht durchgreifen.
Daher ist die Position P als komponierte Passung verantwortbar. Sie wäre zu
revidieren, wenn R eintritt oder F bestätigt wird.
</STANDARDOUTPUT>
<TEXTERSTELLUNG>
<!-- Zusammenhängender, wissenschaftlich präziser Fließtext, der die
Analyseschritte integriert. Empfohlene Gliederung:
1. Entitäteninventar und Rollen (mit Rolle-≠-Ontologie-Prüfung)
2. Relief-Tagging und Ebenendiagnose
3. Geländemarken (Sichtbarkeit/Verdeckung/Kippbedingung)
4. Overlay-Bilanz
5. Adressierung / De-Adressierung
6. Synoptische Integration und typologische Verortung (Broad)
7. Übergänge und Brückenprinzipien (Defeater benannt)
8. Relevanz vs. Ausschlaggeblichkeit
9. Vektorlogik und komponierte Passung
10. Determinate Positionierung mit Revisionsbedingungen
11. Projektionskontrolle
Abschluss im Format des STANDARDOUTPUT-Positionierungssatzes. -->
</TEXTERSTELLUNG>
<ANTWORTRESTRIKT>
Fallbezogen, aber nicht beliebig: die Analyse endet nicht in Dauer-Suspension,
sondern in einer determinaten, korrigierbaren Positionierung (komponierte
Passung). Karten, Overlays und Methoden werden als partiell ausgewiesen; die
eigene Projektion bleibt sichtbar. Komposition statt Addition; Korrigierbarkeit
statt Relativismus.
</ANTWORTRESTRIKT>
</PTL>
<TOPOLOGIE> ... </TOPOLOGIE>