Veranstaltungen

Veranstaltungen
des WiSe 2018/2019

Five Types of Ethical Theory (C. D. Broad)

Master | Teil 1 | WWU | Mo 14-16 | DPL 23.205 | LSF-Link | moodle

Master | Teil 2 | WWU | Di 14-16 | DPL 22.F104 | LSF-Link | moodle

Kommentar: Oft gilt es als Ziel der Ethik, einen Ethikansatz zu entwickeln, der die moralische Dimension unseres Lebens erfasst. Das ist Mumpitz. Ethikansätze beleuchten die Moral aus einer bestimmten Perspektive und machen wie Filter vor einer Linse manches deutlicher und blenden anderes aus. Um so wichtiger ist es, die systematische Funktionsweise eines solchen Filters zu verstehen. Selten ist die Funktionsweise der Ethiken besser dargestellt worden als in dem Buch, dass die Grundlage dieser Veranstaltung darstellt. Es werden Spinoza, Butler, Hume, Kant und Sidgwick so intensiv seziert, dass am Ende eine systematische Landkarte der Ethik gezeichnet ist.

Ziele der Veranstaltung:

  • Exemplarische Ansätze der modernen Ethik werden diskutiert.
  • Analytische Instrumentarien zur Konstruktion von Ethikansätzen werden eingeübt.
  • Zentrale Konzepte jeder Ethik werden vorgestellt.
  • Eine Landkarte möglicher Positionen in der Ethik wird gezeichnet.
    • Literatur, Textgrundlage: Broad, Charlie Dunbar, Five Types of Ethical Theory (London: Kegan Paul, 1930)


Einführung in die Philosophie David Humes

Bachelor | Gruppe 1 | ... 2BA PO18: F2, M3.a, M3.b, M4, BA HRSGe PO18: f2, m3.a, m3.b | WWU | Di 10-12 | DPL 23.208 | LSF-Link | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | ... 2BA PO18: F2, M3.a, M3.b, M4, BA HRSGe PO18: f2, m3.a, m3.b | WWU | Do 14-16 | DPL 23.201 | LSF-Link | moodle

Kommentar: David Hume ist einer der wichtigsten Philosophen der Philosophiegeschichte. Seine Überlegungen, Argumente und Konzepte zu allen Bereichen der Philosophie sind paradigmatisch geworden. Er selbst war von seinem Erfolg nicht sehr beeindruckt: "Als Totgeburt fiel er (der Treatise als sein Hauptwerk) aus der Presse und fand nicht einmal soviel Beachtung, um wenigstens unter den Eiferern ein leises Murren zu erregen." Eines der Grundmerkmale seiner Philosophie ist eine gewisse Skepsis. Hume stellt In der theoretischen Philosophie ist er dabei ebenso bedeutend, wie in der praktischen. Darüber hinaus haben viele Teilargumente (z. B. das Humesche Gesetz in der Ethik) und viele Konzepte (z. B. das des moral sentiment) eine eigene Traditionslinien und Diskussionskontexte begründet.

Ziele der Veranstaltung: Ziele der Veranstaltung:

  • Einführung in Humes Erkenntnistheorie
  • Einführung in Humes Metaphysik
  • Einführung in Humes Ethik
  • Einführung in Humes Politische Philosophie
  • Einführung in Humes Religionsphilosophie
  • Einführung in Humes Philosophie des Philosophierens

Literatur, Textgrundlage: (ein Reader wird in moodle bereit gestellt)


Sportethik, Sportästhetik

Bachelor | Gruppe 1 | ... 2BA PO18: E2.a, E2.b, E3, F2, BA HRSGe PO18: e2.a, e2.b, e3, f2 | WWU | Mo 10-12 | DPL 23.201 | LSF-Link | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | ... 2BA PO18: E2.a, E2.b, E3, F2, BA HRSGe PO18: e2.a, e2.b, e3, f2 | WWU | Mo 18-20 | DPL 23.206 | LSF-Link | moodle

Kommentar: Sportethik und Sportästhetik können als Gegenstand philosophischer Überlegungen vielfältige Themenfelder der Philosophie im Sinne einer Angewandten Philosophie abdecken. Regeln bzw. Regelfolgen sind konstitutiv für Sportarten und sportliches Handeln. Doch was ist regelfolgendes Handeln? Inwiefern stellt Sport eine besondere Art des Regelfolgens dar? Fairness bzw. gemeinschaftliches Handeln nach sozialen Werten stellen den Sport in zweifacher Hinsicht in soziale Bezüge: Als Wettbewerb stehen Sportler einzeln oder als Mannschaft in Konkurrenz zueinander. Als soziale Institution hat der Sport eine politische Bedeutung (Lenkung sozialer Konflikte, Rudelgucken, Propaganda). Doping bzw. erlaubtes und unerlaubtes Handeln im Sport sind ständig umstrittene Streibpunkte einer Ethik des Sports. Welchen Normen folgt sportliches Handeln? Unterliegt der Sport besonders strengen Normen? – Neben Fragen nach den Konstitutionsbedingungen sportlichen Handelns, seiner sozialphilosophischen Bedeutung und ethischen Implikationen sind auch ästhetische Aspekte relevant: Sportliche Körper stehen für ästhetische Werte (Gesundheit, Schönheit, Erotik), Wettkämpfe und Spiele erscheinen manchmal als erhaben oder als „schön“, Sportereignisse haben „Choreografien“. Auch diese Themenfelder sollen in der Veranstaltung untersucht werden.

Ziele der Veranstaltung:

  • Was ist eigentlich Sport?
  • Inwiefern gibt es eine Ethik des Sports?
  • Warum spielen im Sport ästhetische Urteile eine moralische Rolle?

Literatur, Textgrundlage: Sportethik, Regeln – Fairness – Doping, hrsg. v. Claudia Pawlenka, Paderborn: Mentis, 2004.


Kreative Ethik: Die Philosophie der Mode

Bachelor | Gruppe 1 | ... 2BA PO18: K2.a, K2.b, BA HRSGe PO18: f2 | WWU | Mi 14-16 | ULB 202 | LSF-Link | moodle

Bachelor | Gruppe 2 | ... 2BA PO18: K2.a, K2.b, BA HRSGe PO18: f2 | WWU | Do 10-12 | DPL 23.206 | LSF-Link | moodle

Kommentar: "Wir sind alle Individuen!", "Ich nicht!" - heißt es im Film. Wer sich modisch kleidet, ist einerseits individuell (modisch bewusst und anders gekleidet als andere), andererseits ist er selten (wenn auch manchmal) besonders exzeptionell (Modebewusstsein ist auch Massenbewusstsein). Mode ist in beiden Hinsichten extrem wandelbar und insgesamt mindestens ambivalent. Und so kann man sie philosophisch leicht als Dienerin des Marktes abtun. Aber natürlich ist Mode älter als der Kapitalismus. Sich modisch zu geben ist eine anthropologische Konstante. Wie eine technische Prothese wird das, was wir an Kleidung tragen und wie wir es tragen, zu einem Teil unser selbst. Allerdings zu einem sehr volatilen Teil unser selbst. Macht die philosophische Reflexion auf die Mode uns also bewusst, dass wir schon immer Cyborgs waren? Mode ist auch normativ: Etwas (Kleidung, Schmuck, Bewegungen, Freunde), von dem wir meinen, dass es zu uns passt, kann sich, wenn wir es "tragen", als unpassend erweisen. Es kann sich auch als im sozialen Raum unpassend erweisen und uns als asozial oder als kritisch brandmarken. Dann passt es vielleicht zu uns, macht uns aber bisweilen einsam. Die Einsamkeit des Individuums kann jedoch andere überzeugen und so zu einem mehr oder weniger flüchtigen oder revolutionären Tummelplatz vieler werden. Mode macht deutlich, dass Normativität sowohl berharrlich als auch flüchtig und sowohl anarchisch als auch konformistisch ist. Die Mode und die Philosophie haben überdies viel gemeinsam. Philosophisches Denken hat seit Platon die Selbstgestaltung zur Aufgabe. Denkend, Erkennend, Begründend verstehen wir uns selbst und gewinnen dadurch Bedeutung und Ansehen als Menschen im sozialen Raum, im eigenen Handeln und in der Weise, wie wir uns die Welt kognitiv aneignen. Eine Philosophie der Mode hat die Mode nicht nur zum Objekt. Insbesondere in normativen Fragen ist die Kreativität und der Konservatismus der Mode selbst gute Philosophie.

Literatur, Textgrundlage: (Ein Text-Reader wird online zur Verfügung gestellt.)