Information zur Veranstaltung

Wirtschaftsethik

[Master]

Kommentar: Warum sind Unternehmen Heuschrecken? Warum sind Vorstandschefs so gierig? Gibt es eine gerechte Welt jenseits des Gewinns? Muss Wirtschaft ein Kampf der Ellenbogen bis aufs Messer sein? – In der Veranstaltung soll zentralen Fragen der Wirtschaftsethik nachgegangen werden. Aber es geht nicht um eine moralinsaure Kulturkritik. Aus der Perspektive der philosophischen Ethik erscheint die ökonomische Zweckrationalität oft als verkürzend und als utilitaristisch; und somit als unmoralisch. Andererseits ist nicht jede Form des Konsequenzialismus utilitaristisch. Und manchem erscheint ein für Prosperität sorgender Wettbewerb solidarischer als verarmende Nächstenliebe. Die Fragen der Wirtschaftsethik haben ebenso eine individuelle Dimension (Gier?) wie auch eine kollektive (Heuschrecken? Wettbewerb?). Vor allem aber sind es Fragen nach der normativen Begründung des wirtschaftlichen Handelns aus der Perspektive von Individuen ebenso wie aus der Perspektive sozialer Entwicklungen und staatlicher Institutionen.

Ziele der Veranstaltung:

  • Verhältnisbestimmung: Ethik vs. Wirtschaftethik. Wie verhält sich die Bereichsethik zur Ethik?
  • Verhältnisbestimmung: Leben vs. Arbeiten. Was trägt die Ökonomie zum Glück bei?
  • Ethik in der Arbeit: Gibt es im Bereich des Wirtschaftens besondere ethische Fragen?
  • Beantwortung der Frage: Hat Wirtschaft etwas Gerechtigkeit zu tun? (Die Antwort ist trivial: „Ja!“ Aber ihre Begründung ist nicht trivial!)
  • Verhältnisbestimmung: Tugenden vs. Pflichten. Wie betreibt man Wirtschaftethik?

Literatur, Textgrundlage: (Ein Textreader wird im Online-Apparat zur Verfügung gestellt)

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [WiSe 10/11]

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