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Ästhetik des Bösen. Zur Ontologie, Erkenntniskraft und Geltung böser Imagination.

[Master]

Kommentar: Das Seminar untersucht die Frage, ob und in welchem Sinn das Böse als eigenständige ästhetische Kategorie begriffen werden kann. Im Zentrum steht Karl Heinz Bohrers Auseinandersetzung mit den Imaginationen des Bösen, die ausdrücklich auch eine Kritik idealistischer und moralischer Begrenzungen ästhetischer Darstellung einschließt. Eine besondere Rolle spielt dabei Hegel, dessen Ästhetik das Böse als kahl und gehaltlos aus dem Bereich eigentlicher Kunst auszuschließen sucht. Vor diesem Hintergrund fragt das Seminar, wie sich Darstellungen des Schrecklichen, Grausamen, Dämonischen und Gewaltsamen philosophisch bestimmen lassen: ontologisch, hinsichtlich ihrer Erkenntniskraft und im Blick auf ihre ästhetische Geltung. Gelesen werden Texte von Bohrer sowie ausgewählte Texte unter anderem von Hegel, Kant, Poe, Baudelaire, Nietzsche, Kierkegaard, Kafka und Bataille. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu intensiver Lektüre und zu systematisch-begriffsanalytischer Diskussion.

Literatur, Textgrundlage: [Ein Textreader wird im Learnweb zur Verfügung gestellt.]

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [SoSe 27, Teil 1][SoSe 27, Teil 2]