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Natur, Wildnis, Mitwelt. Physiozentrismus, Biodiversität und Ökosystemwerte.

[Bachelor]

Kommentar: Das Seminar führt in zentrale Probleme der Umweltphilosophie ein, setzt seinen Schwerpunkt jedoch gezielt auf physiozentrische Positionen, auf die philosophische Bedeutung von Biodiversität und auf die Frage nach dem Wert von Ökosystemen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit nicht-anthropozentrischen Ansätzen, die Natur nicht nur als Ressource, Nutzungsraum oder Gegenstand menschlicher Präferenzen verstehen, sondern ihr Eigenwert, moralischen Status oder zumindest eigenständige Schutzwürdigkeit zuschreiben. Gefragt wird, wie sich Biodiversität philosophisch beschreiben und bewerten lässt, ob Arten, Lebensgemeinschaften oder Ökosysteme Träger von Wert sein können und wie sich das Verhältnis von instrumentellen, intrinsischen und relationalen Naturwerten bestimmen lässt. Das Seminar behandelt damit grundlegende Probleme der Umweltethik, der Sozialontologie menschlicher Naturverhältnisse und der politischen Philosophie ökologischer Konflikte. Gelesen werden ausgewählte Texte der Umweltethik sowie Beiträge zu Biodiversität, Wildnis und den vielfältigen Werten der Natur. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu intensiver Textarbeit und zu systematisch-begriffsanalytischer Diskussion.

Literatur, Textgrundlage: [Ein Textreader wird im Learnweb zur Verfügung gestellt.]

Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [SoSe 27, Gruppe 1][SoSe 27, Gruppe 2]