Sozialontologie. Rollen, Status, Institutionen.
[Bachelor]
Kommentar: Das Seminar behandelt grundlegende Fragen der Sozialontologie: Was sind soziale Rollen, institutionelle Tatsachen, Statusfunktionen und kollektive Akteure Wie entstehen normative Ordnungen, die nicht auf Naturtatsachen reduzierbar sind, und in welchem Verhältnis stehen soziale Praktiken, Regeln und Institutionen zueinander Im Zentrum stehen neuere sozialontologische Ansätze, insbesondere von John Searle, Raimo Tuomela und Brian Epstein; ergänzend können rechtsphilosophische und phänomenologische Perspektiven, etwa bei H. L. A. Hart oder Alfred Schütz, einbezogen werden. Das Seminar untersucht, wie soziale Wirklichkeit durch Zuschreibung, Anerkennung, Regelgebrauch und kollektive Intentionalität konstituiert wird, und fragt zugleich nach dem ontologischen Status von Rechten, Pflichten, Ämtern, Rollen und Institutionen. Damit verbindet die Veranstaltung analytische Ontologie, Sozialphilosophie und Rechtsphilosophie und eröffnet einen systematischen Zugang zu den Formen sozialer Geltung, in denen menschliche Lebensverhältnisse organisiert sind. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu genauer Textarbeit und zu einer philosophisch systematischen Diskussion begrifflicher und methodischer Probleme.
Literatur, Textgrundlage: [Ein Textreader wird im Learnweb zur Verfügung gestellt.]
Die Veranstaltung findet bzw. fand statt: [SoSe 27, Gruppe 1][SoSe 27, Gruppe 2]